Ende Mai fanden im Rahmen des CADI Projekts zwei Workshops zum Monitoring und Management der Wüstenschutzgebiete Turkmenistans statt.

Der Monitoring-Workshop vom 29.-30. Mai widmete sich in einem ersten theoretischen Teil dem Monitoring der Flora sowie verschiedener Faunengruppen – Vögel, Säugetieren, Amphibien und Reptilien. Hierbei wurden Vorschläge zur Entwicklung von Methoden und Routen für das Monitoring in den Wüstenschutzgebieten Bereketli Karakum, Repetek und Kaplankyr entwickelt. Diese Schutzgebiete wurden von Turkmenistan als Cluster der geplanten transnationalen Welterbenominierung „Winterkalte Wüsten von Turan“ vorgeschlagen, die 2022 eingereicht werden soll.

Der Workshop wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Landwirtschaft und Umweltschutz Turkmenistans durchgeführt. An dem Workshop nahmen die wissenschaftlichen Leiter und weitere Mitarbeiter von insgesamt neun Naturschutzgebieten Turkmenistans teil.

Nach der Theorie folgten praktische Exkursionen in die drei Naturschutzgebiete, um vor Ort die Monitoring-Routen zu begutachten und Zeiten und Häufigkeiten ihrer Begehung festzulegen. Nach ihrer Abstimmung sollen diese Routen die Grundlage für zukünftige Forschungs- und Monitoringaktivitäten bilden, entsprechend der UNESCO Bestimmungen für Welterbestätten.

In einem weiteren CADI Workshop am 31. Mai in Aschgabat wurden der Stand und die weitere Ausarbeitung der Managementpläne für die Wüstenschutzgebiete Bereketli Karakum, Repetek und Kaplankyr diskutiert. Die 5-Jahres-Managementpläne sind obligatorischer Bestandteil des Nominierungsdossiers „Winterkalte Wüsten von Turan“.

An dem Management-Seminar nahmen Vertreter des turkmenischen Ministeriums für Landwirtschaft und Umweltschutz und seiner nachgeordneten Strukturen teil: des Umweltschutzdienstes, des Dienstes für Landressourcen, der staatlichen Naturschutzgebiete Turkmenistans (Bereketli Karakum, Repetek, Kaplankyr und Kopetdag) sowie des Nationalen Sekretariats für UNESCO in Turkmenistan.