CADI Expedition zum südlichen Ustjurt

Im Rahmen des CADI Projekts fand vom 18.-29. April 2019 die insgesamt dritte Expedition in das südliche Ustjurt, einschließlich der Klippen von Kaplankyr (Region Mangystau), statt. Ziel der Expedition war, Informationen zur biologischen Vielfalt und zu anthropogenen Umwelteinflüssen zu sammeln.

Bedeutendste Entdeckung war der seit Jahrzehnten nicht mehr gesichtete Kulan (Equus hemionus). Entdeckt wurde er an der Grenze zwischen Kasachstan und Usbekistan.

Auf der 115 km langen Expeditionsroute wurden ferner 119 Kropfgazellen gesichtet, was die Ergebnisse früherer Expeditionen deutlich übertrifft und die Bedeutung vom südlichen Ustjurt als einem wichtigen Lebensraum für Kropfgazellen unterstreicht.

Während der Expedition wurden darüber hinaus Kamerafallen aufgestellt, die im Herbst 2019 ausgewertet werden sollen. Die Ergebnisse der drei CADI Expeditionen sollen als Grundlage zur Schaffung eines neuen Schutzgebiets im südlichen Ustjurt dienen.

An der Expedition nahmen der Zoologe Mark Pestov (CADI Projektberater), Zhaskairat Nurmukhambetov (stellvertretender Direktor des Schutzgebiets Ustjurt), Aktan Mukhasov (wissenschaftlicher Mitarbeiter des Schutzgebiets Ustjurt), Nurlykhan Ismailov (Mitglied der NGO „Koldau-Kasachstan“) sowie der CADI Projektkoordinator für Kasachstan, Vladimir Terentiev, teil.