Der fünfte CADI Newsletter ist da! Hier informieren wir Sie über aktuelle Entwicklungen und Ergebnisse aus unserem Projekt. Der aktuelle Newsletter steht zum Download in der Mediathek, hier können Sie sich auch für den Erhalt zukünftiger CADI Newsletter anmelden.

Das Filmteam des YouTube Kanals „Vse Kak U Zverei“ hat einen weiteren Clip veröffentlicht: „Schreckliche Acht“. In dieser Folge ist die Rede von besonders abscheulichen Wüstenbewohnern und deren Merkmalen.

Hier der Videolink

Das Drehteam von Vse Kak U Zverei hat von Mai-Juni beeindruckendes Material in den Wüsten Kysylkum und Aralkum sowie auf dem Ustjurt-Plateau in Kasachstan und Usbekistan gesammelt. Ermöglicht wurden die Filmexpeditionen von der Michael Succow Stiftung im Rahmen des CADI-Projekts.

Am 14. März 2019 haben wir den Fotowettbewerb „Wüsten im Kameralicht“ eröffnet. Mit dem Wettbewerb wollten wir auf die einzigartige Welt der Wüsten, ihren Erhalt und nachhaltige Nutzung aufmerksam machen. Bis zum 14. Oktober 2019 haben uns viele Bilder in den beiden Kategorien „Natur der Wüsten“ sowie „Mensch und Wüsten“ erreicht.

Ein großes Dankeschön an alle Teilnehmer!

Die Gewinner stehen nun fest und wir gratulieren ganz herzlich:

 

In der Kategorie „Natur der Wüsten“

Irina Bayramukova mit „Saxaul“ – Platz 3

Alexandr Pavlenko mit „Uralter Uzboy“ – Platz 2

Vyacheslav Yusupov mit „Archimedische Spirale“ – Platz 1

 

In der Kategorie „Mensch und Wüsten

Almas Dghaksylykov mit „Wird nicht mehr gebraucht …“ – Platz 3

Mark Pestov mit „Essen ist fertig“ – Platz 2

Ernest Kurtveliyev mit „Ayaz-Kala“ – Platz 1

 

Die Gewinnerbilder finden Sie in unserer Mediathek

Anfang November fand im Wüstenschutzgebiet Saygachij (Usbekistan) ein Training zum Monitoring der Biodiversität von Wüsten statt. Hierbei wurden u.a. der Einsatz von Kamerafallen und Methoden zur Erfassung der Fauna und Flora vorgeführt.

Im Rahmen des CADI-Projekts wurde ein Monitoringkonzept für winterkalte Wüsten insgesamt sowie für konkrete Routen für das Schutzgebiet Saygachij entwickelt.

Während des Monitorings fotografierten die Teilnehmer eine neue Art für Usbekistan – eine gewöhnliche Blaumeise (Cyanistes caeruleus). Diese für Europa übliche Vogelart wurde in Usbekistan noch nie registriert. Andere in diesem Land seltene Arten wie der Gimpel, der Meisengimpel, die Schwanzmeise, die Rotdrossel und das Spießflughuhn wurden ebenfalls gesichtet. Die Ergebnisse des Monitorings unterstreichen die Bedeutung der winterkalten Wüsten Zentralasiens für das Leben verschiedener Tiere und Vögel.

Am Monitoring-Training nahmen Mitarbeiter des Schutzgebiets Saygachij und der Staatlichen Forstverwaltung Kungrad teil.

 

Die Central Asian Mammal Initiative (CAMI) hat den Schutz der migrierenden Arten Zentralasiens zum Ziel. Wilderei, großräumige Infrastrukturprojekte und Konkurrenz um Habitate mit Viehbestand bedrohen diese stark. Um die Bedrohungen einzudämmen, hat die CAMI bei ihrem 2. Mitgliedsstaatentreffen im mongolischen Ulan-Bator im September einen Aktionsplan für 2020-26 ausgearbeitet.

Fünfzehn migrierende Arten, die meisten davon bedroht nach der IUCN roten Liste, sind bereits unter der CAMI Liste erfasst. Weitere drei, Urial, Persischer Leopard und der Gobibär, wurden für die zusätzliche Aufnahme unter die CAMI durch die Mitgliedsstaaten vorgeschlagen. Das Arbeitsprogramm tritt voraussichtlich nach der 13. Vertragsstaatenkonferenz der Konvention zum Schutz migrierender Wildtierarten (Convention on the Conservation of Migratory Species of Wild Animals, CMS) im Februar 2020 in Indien in Kraft.

Das Treffen in der Mongolei wurde gemeinsam vom Sekretariat der CMS, der Internationalen Naturschutzakademie des Bundesamtes für Naturschutz (BfN INA), der mongolischen Regierung und der Michael Succow Stiftung im Rahmen des CADI-Projekts mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) organisiert.

In Taschkent wird ein neues regionales Wüstensekretariat eingerichtet. Dies ist das Ergebnis eines von der FAO durchgeführten CADI-Regionalworkshops vom 22.-23. Oktober in Taschkent mit Vertretern aus Kasachstan, Turkmenistan Usbekistan.

Das Sekretariat wird dem Schutz der Biodiversität und der nachhaltigen Nutzung der Naturressourcen in den Wüstenhabitaten der winterkalten Wüsten Zentralasiens dienen.

Für eine erste Übergangszeit wird das Regionalsekretariat finanziell und administrativ über das CADI-Projekt und das Komitee für Forstwesen der Republik Usbekistan unterstützt. Dem Sekretariat angedockt wird ein Lenkungsausschuss als Entscheidungsorgan sowie Nationale Sekretariate in den Teilnehmerländern Kasachstan, Turkmenistan Usbekistan.

Ziel ist es, aus dem Interim-Sekretariat eine dauerhaft in der Region verankerte, breit akzeptierte und handlungsfähige Struktur zu schaffen, die die Central Asian Desert Initiative (CADI) auch nach Projektende fortführt.

In einer im Rahmen des Workshops verabschiedeten Taschkent-Deklaration haben sich die Teilnehmer auf das zukünftige Mandat des Sekretariats und den Rahmen eines vorläufigen Arbeitsprogramms geeinigt.

Artikel zum Workshop (auf Russisch) auf gazeta.uz

Das Filmteam des YouTube Kanals „Vse Kak U Zverei“ hat einen neuen Clip veröffentlicht: „Lifehacks, die einem das Leben retten“

Hier der Videolink

Das Drehteam von Vse Kak U Zverei hat von Mai-Juni beeindruckendes Material in den Wüsten Kysylkum und Aralkum sowie auf dem Ustjurt-Plateau in Kasachstan und Usbekistan gesammelt. Ermöglicht wurden die Filmexpeditionen durch das CADI Projekt.

Mit Spannung erwarten wir neue Clips!

Vom 12.-20. September 2019 fand eine zoologische Expedition in das südliche Ustjurt, einschließlich der Klippen von Kaplankyr in der Region Mangystau (Kasachstan), statt. Im Rahmen von CADI erfolgt seit 2017 die Erforschung dieses unzugänglichen Gebiets im Dreiländereck von Kasachstan, Turkmenistan und Usbekistan. Übergeordnetes Ziel der Expeditionen ist die Sammlung wissenschaftlicher Daten für die Schaffung eines neuen staatlichen Schutzgebietes.

Wichtiges Ergebnis der Expedition war die Dokumentation des Todes von Gazellen bei ihrem Versuch, die Stacheldrahtbarrieren an der kasachischen Grenze zu überwinden. Dies konnte durch Kamerafallen belegt werden. Grenzschützern zufolge treten solche Fälle häufiger auf. Hierauf aufbauend sollen nun Konzepte erarbeitet werden, wie die natürliche Migration von Huftieren an der Grenze zukünftig gewährleistet werden kann.

Der Schutz grenzüberschreitender Migration von Huftieren ist in der Bonner Konvention zur Erhaltung wandernder wildlebender Tierarten verankert, die von der Republik Kasachstan 2005 unterzeichnet wurde.

An der Expedition nahmen Vladimir Terentiev, CADI Projektkoordinator für Kasachstan, Tanja Rosen, Expertin für Raubsäuger, der Zoologe Mark Pestov sowie die wissenschaftlichen Mitarbeiter des Schutzgebiets Ustjurt, Aktan Mukhaschow und Konys Ghajmukhanow, teil.

Im Rahmen einer herpetologischen CADI Expedition in Südkasachstan im Juni 2019 wurde erstmals ein lebendes Exemplar eines Berberskinks (Eumeces schneideri) gesichtet.

Bereits 2017 hatten Herpetologen des Forschungsinstituts für Zoologie beim Kasachischen Ministerium für Bildung und Forschung in der Nähe des Beltau-Gebirges in Pritashkent Chuly (Südkasachstan) unter dem Nest eines Adlerbussards (Buteo rufinus) einige tote Exemplare des Berberskinks entdeckt. Dies galt als Erstregistrierung der Art in Kasachstan.

Nächstgelegene Funde des Berberskinks sind aus Usbekistan bekannt (am Nuratau-Kamm, an Nordhängen des turkestanischen Kamms und an den westlichen Ausläufern des Chatkal-Kamms).

An der Expedition nahmen Mitarbeiterinnen des Forschungsinstituts für Zoologie teil, darunter die aktuelle CADI Stipendiatin Marina Chirikova.

Eines der Hauptprobleme der Wüsten Zentralasiens ist die Landdegradation. Diese führt zu Wüstenbildung, Sandstürmen und -verteilung, was viele Menschen dazu zwingt, ihre Heimat zu verlassen.

Ziel des am 23. Juli in Taschkent durchgeführten CADI Workshops war es daher, das Verständnis für das Konzept von Farmer Field Schools (FFS) zu verbessern und die Teilnehmer dafür zu sensibilisieren, wie sie ländliche Beratungsdienste, einschließlich innovativer Technologien für die landwirtschaftliche Produktion, effizienter anbieten können. Darüber hinaus wurden Möglichkeiten zum Aufbau von FFS in Usbekistan vermittelt.

Der Workshop richtete sich an breites Spektrum an Interessengruppen, v.a. Landwirte sowie Vertreter von Forschungszentren und Universitäten.

Die Veranstaltung wurde vom FAO-Büro in Usbekistan, der Taschkenter Staatlichen Agraruniversität und dem Rat der Landwirte von Usbekistan organisiert. Über 50 Teilnehmer nahmen an dem Workshop teil.