Open Standards Workshop in Barsakelmes (Kasachstan)

Das Zapovednik Barsakelmes (IUCN Ia) war früher eine Insel im Aralsee. Nach der dramatischen Schrumpfung des Aralsees ist der Zapovednik zum Festlandteil geworden. Viele Pflanzengesellschaften haben sich seitdem grundlegend verändert, auf dem Grund des Aralsees stellen sich Sukzessionsstadien neuer Vegetation ein. Stark bedrohte Huftierarten wie Saiga-Antilopen, Wildesel und Kropfgazellen haben ihre natürlichen Habitate verloren, ihre Populationen haben sich stark reduziert.

Zusammen mit dem ACBK – dem nationalen CADI Partner in Kasachstan -, der Schutzgebietsverwaltung von Barsakelmes, Mitarbeitern des International Fund for Saving the Aral Sea (IFAS), Wissenschaftlern sowie NGO-Vertretern hat die Michael Succow Stiftung eine zweitägige Gebietsbereisung und Ökosystem-Analyse, gefolgt von einem 4-tägigen Open Standards Workshop durchgeführt. Die Open Standards for the Practice of Conservation unterstützen Schutzgebietsmanager in der systematischen Planung, Umsetzung und Monitoring ihrer Schutzbemühungen und passen diese bedarfsweise und wissensbasiert an.

Während des Workshops wurden die Bedrohungen und Stressfaktoren auf die Schutzziele des Gebietes grundlegend und umfassend analysiert. Darauf aufbauend haben die Workshopteilnehmer, moderiert durch Mitarbeiter der Michael Succow Stiftung, Strategien zu deren Verringerung, identifiziert.

Workshop zum Weltbiodiversitätsrat IPBES in Astana

Astana – ein Einführungsseminar, fokussiert auf die Struktur und Prozesse des zwischenstaatlichen Gremiums für Biodiversität und Ökosystemleistungen (auch Weltbiodiversitätsrat, im Englischen Intergovernmental Platform on Biodiversity and Ecosystem Services – IPBES) fand am 20. September 2018 in der Hauptstadt Kasachstans statt.
Die Veranstaltung wurde von CADI organisiert, um die internationale Zusammenarbeit für den Naturschutz in Zentralasien zu unterstützen. Es wurde deutlich, dass durch den Beitritt der zentralasiatischen Länder zur IPBES-Plattform Experten der zuständigen Regierungsstellen, akademischen Einrichtungen und NGO’s sowohl ihre Kapazitäten als auch ihren Einfluss auf die internationale Agenda deutlich vergrößern können. An der Veranstaltung nahmen Entscheidungsträger aus Regierungsbehörden sowie Vertreter wissenschaftlicher, nichtstaatlicher und internationaler Organisationen aus Kasachstan teil.

IPBES Workshop in Taschkent

Am 18. September fand in Taschkent ein Workshop zu IPBES (Intergovernmental Platform on Biodiversity and Ecosystem Services) statt. Die Veranstaltung wurde von CADI organisiert, um die internationale Naturschutz-Zusammenarbeit in Zentralasien zu unterstützen. Hauptziel des Workshops war die Einführung in die Struktur und Prozesse von IPBES. Durch den Beitritt der zentralasiatischen Länder zur Plattform könnten Experten der zuständigen Regierungsstellen, akademischen Einrichtungen und NGO’s sowohl ihre Kapazitäten als auch ihren Einfluss vergrößern. An der Veranstaltung nahmen Entscheidungsträger aus Regierungsbehörden sowie Vertreter von wissenschaftlichen, nichtstaatlichen und internationalen Organisationen aus Usbekistan und Tadschikistan teil.

Wüsten-Bezwinger erhält Präsidenten-Orden

Der Held der Reportage „Bezwinger der Wüste“ von „Gazeta.uz“ ist vom Präsidenten der Republik Usbekistan mit dem Orden „Dustlik“ (Freundschaft) ausgezeichnet worden. Die Foto,- Video,- und Audio-Reportage wurde von CADI initiiert.

Der Preisträger, ein Farmer aus der Surchandarya-Wüste in Usbekistan, hatte den Kampf aufgenommen gegen den Rückgang der Saxaul-Wüstenwälder, resultierend aus dem aktuellen  Landmanagement. Zusammen mit seiner Familie pflanzte er 15.000 Saxaul-Setzlinge und verwandelte somit leblosen Sand in einen 50 ha großen Wald. Dies entspricht der Größe von etwa 35 Fußballfeldern.

Der Einsatz des Farmers zeigt, wie angepasstes Weidemanagement sowohl die Lebensgrundlagen nachhaltig sichern als auch das Wüstenökosystem erhalten kann.

 

Der Geist vom Aral

Im Rahmen von CADI entstand eine beeindruckende Foto,- Video,- und Audioreportage über einen der geheimnisvollsten Orte Usbekistans: der Geisterstadt Aralsk-7. Die heute komplett verlassene Stadt lag auf der Insel Vozrozhdenie im Aralsee. Aufgrund dessen Austrocknung ist die Insel heute Teil des Festlandes. Hier entsteht nun ein neues, einzigartiges Wüstenökosystem.

Journalist: Nikita Makarenko, Fotograf: Elyor Nematov

Reportage

Offizieller CADI Start in Turkmenistan!

Zwischen dem Staatlichen Komitee von Turkmenistan für Umweltschutz und Landressourcen und der Michael Succow Stiftung ist am 20. August das Projektabkommen zur Umsetzung von CADI in Turkmenistan unterzeichnet worden. Der Unterzeichnung ging eine etwa 1,5 jährige Vorarbeit voraus.

Das Abkommen setzt die jahrelange, erfolgreiche Zusammenarbeit der beiden Partner in verschiedenen Projekten zum Natur- und Umweltschutz in Turkmenistan im Rahmen eines Memorandum of Understanding fort.

Im Rahmen von CADI ist die Umsetzung eines breiten Maßnahmenpakets zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der winterkalten Wüsten Turkmenistans vorgesehen. Eines der Hauptaufgaben ist die Vorbereitung eines Nominierungsdokuments zur Eintragung der Schutzgebiete Repetek und Bereketli Garagum in die Liste der UNESCO Weltnaturerbestätten. Ferner ist u.a. die Ausarbeitung einer wissenschaftlich-technischen Begründung für die Einrichtung, Ausweitung oder IUCN Statusanpassung eines Schutzgebietes in Turkmenistan geplant.

Nationaler Partner für die Umsetzung von CADI in Turkmenistan ist das National Institute of Deserts, Flora and Fauna (NIDFF).

CADI im kasachischen Radio

In der Radiosendung „Lebendiger Planet“ des kasachischen Radiokanals „Astana“ berichtet Mark Pestov über das Projekt CADI und Schutzbemühungen in den kasachischen winterkalten Wüsten, v.a. im Südlichen Ustjurt.

Beitrag (auf Russisch)

 

Kasachstan bekommt neues Wüstenschutzgebiet

Die Gebietsregierung Atyrau (Kasachstan) hat am 14. August die Einrichtung eines neuen Wüstenschutzgebiets beschlossen. Dem Beschluss gehen umfangreiche wissenschaftliche Vorstudien seitens des ACBK im Rahmen von CADI voraus. Das Schutzgebiet soll als regionaler Naturpark im Bezirk Zhyloi eingerichtet werden.

Der ACBK wurde mit der Erstellung einer naturwissenschaftlichen Rechtfertigung für das Schutzgebiet beauftragt, die im Rahmen von CADI für November geplant ist.

Weitere Infos

CADI beim Tag der Wissenschaft der Universität Greifswald

Am Tag der Wissenschaft der Universität Greifswald am 23. Juni 2018 präsentierten Christian Welscher (Universität Greifswald) und Jens Wunderlich (Michael Succow Stiftung) das CADI Projekt.

Präsentation

Info zur Veranstaltung

CADI beim IUCN Workshop „Priority Sites for World Heritage Nomination in Central Asia“

Im Rahmen des Konsultationsworkshops der IUCN „Priority Sites for World Heritage Nomination in Central Asia“ vom 19.-20. Juni 2018 in Bishkek (Kirgisistan) hat die Michael Succow Stiftung neueste Erkenntnisse aus dem CADI Projekt zu potentiellen Welterbestandorten in winterkalten Wüsten präsentiert. Während des Seminars trugen führende Experten aus allen zentralasiatischen Ländern aktuelle Informationen über den Status der Welterbestätten in den jeweiligen Ländern vor.

Im System der UNESCO Welterbestätten ist das Biom der winterkalten Wüsten das derzeit einzige weltweit, in dem die UNESCO keine Weltnaturerbestätte eingetragen hat. Vor diesem Hintergrund soll im Rahmen von CADI die Nominierung einer Welterbestätte im Gebiet der winterkalten Wüsten vorbereitet werden.